Profilskizze

Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide

Brüningheide, Münster-Kinderhaus

Ende November 1996 wurde in Potsdam von der Ministerkonferenz ARGEBAU die Bund-Länder-Gemeinschaftsinitiative „Soziale Stadt“ beschlossen. Hiermit sollte „der drohenden sozialen Polarisierung in den Städten Einhalt“ (Jasper, 2000) geboten werden. Stadtteile mit besonderen sozialen, wirtschaftlichen und städtebaulichen Problemen sollten hiermit nachhaltig entwickelt und ein nationales Aktionsprogramm gegen die soziale Polarisierung geschaffen werden. 1999 wurde die Städtebauförderung um das eigenständige Bund-Länder-Programm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – Die Soziale Stadt“ (kurz: Soziale Stadt) auf der Grundlage der Gemeinschaftsinitiative „Soziale Stadt“ ergänzt. Man orientierte sich bei den Initiativen an dem Vorbild des seit 1993 in Nordrhein-Westfalen laufenden Programms (vgl. Jasper, 2001)

Die Philosophie im Programmgebiet Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide läßt sich in drei Grundsätze gliedern:

  • Die Initiatoren und die aktiv Beteiligten versuchen während eines begrenzten Zeitraums einen Nachhaltigkeitscharakter zu schaffen. Während der Dauer des Projektes soll durch Impulse und die Aktivierung von Bürgern erreicht werden, dass diese die Ideen der Sozialen Stadt auch nach Abschluss der Initiative weiterverfolgen.
  • Es sollen Institutionen, Ehrenamtliche, Gemeinschaften und Beteiligte auf breiter fachlicher Ebene angesprochen werden. Für diese Umsetzung bietet sich eine Einteilung in Handlungsfelder an, die sowohl eine Trennung und damit Zuordnung als auch eine Verknüpfung der einzelnen (Fach-)Personen ermöglicht.
  • Als dritter Grundsatz sollen die Potenziale gestärkt werden. Jeder Stadtteil birgt Potenziale, die trotz oder vor allem wegen seiner Probleme gesucht, aufgezeigt und gestärkt werden müssen. Hier soll die Kombination von Vorhandenem mit Neuem im Vordergrund stehen. Das bedeutet, dass bestehende Ressourcen gebündelt werden und handelnde Akteure zusammengebracht werden; darüber hinaus sollen zusätzliche Angebote und beispielsweise ergänzende bauliche Maßnahmen entwickelt werden.