Rundbrief

Rundbrief des Begegnungszentrums Kinderhaus e.V. vom 14. 12. 2020

Hier gibt es den Rundbrief noch einmal als PDF zum Herunterladen:

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Christiane Grutzpalk ist verstorben

Christiane Grutzpalk
Christiane Grutzpalk

Über wenigstens drei Jahrzehnte war Christiane Grutzpalk eine prägende Persönlichkeit im Aufbau der Evangelischen Markusgemeinde und deren Einbindung in die ökumenische Sozialarbeit im Stadtteil Kinderhaus. Nun ist sie im Alter von 85 Jahren verstorben. Frau Grutzpalk hat durch ihr Engagement bleibende Spuren hinterlassen und viele in Kinderhaus trauern um sie.

Als Presbyterin hat sie die Aufbaujahre der Markusgemeine fast über zwei Jahrzehnte nachhaltig geprägt. In Erinnerung geblieben ist ihre besondere Art, für Gemeindebelange beharrlich und zielführend praktische Lösungen zu finden sowie strittige Situationen zu entschärfen und gegenseitiges Einvernehmen zu erreichen. Ihr ausgeprägter Sinn für Ausgleich und Gerechtigkeit blieb nicht verborgen und so trug man ihr das Amt einer Schiedsfrau für die Stadtteile Kinderhaus und Coerde an und auch als Schöffin und Bezirksvertreterin war sie tätig.

 Zu Beginn der 1980er Jahre, als das evang. Markuszentrum geplant und gebaut wurde, war Frau Grutzpalk aufgrund ihrer Tätigkeit als Stadtplanerin eine wichtige Beraterin und Stütze im Bauausschuss der Gemeinde. Ein bleibendes Vermächtnis im Markuszentrum ist die Kunstverglasung des Fensterbandes im Kirchraum und im Foyer, die sie mit einer großzügigen Spende finanzierte.

Der persönlicher Kontakt zu einer Weißrussin aus Minsk war Impuls genug, dass sich Frau Grutzpalk nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl (1986) engagierte, Spenden, Kollekten und Medikamente zu sammeln, die über diese Person direkt an betroffene „Tschernobyl-Kinder“ weitergeleitet werden konnten. 

Christiane Grutzpalk, die Initiatorin des ökumenischen Sozialbüros, wurde 1988 das 100. Mitglied im AWO-Ortsverein Kinderhaus und in 1989 für drei Jahre Vorsitzende und dann Kassiererin. Die AWO war zu dieser Zeit Träger des Begegnungszentrums am Sprickmannplatz und in 1990 begleitete sie aktiv den Umbau der Räume, der sich in Hinblick auf Auslastung und Akzeptanz bis heute bewährt hat. Viele Jahre organisierte sie mit Ehrenamtlichen die Offene Weihnacht im BGZ, Ökumenische Gesprächskreise, Bildungsveranstaltungen, Ausstellungen und interkulturelle Gruppentreffs. Sie war gemeinsam mit beiden Pfarrgemeinden und dem BGZ Mitbegründerin der Kinderhauser Gespräche, die Teilnehmerzahl lag immer im dreistelligen Bereich. Christiane Grutzpalk war ab 2001 zudem Vorstandsmitglied der Ingeborg-und-Werner-Mühlig-Stiftung, die dazu beitrug, das Atrium-Kulturzentrum  aufzubauen und das Begegnungszentrum Kinderhaus in die Selbständigkeit trug. Dort war sie bis zu ihrem Wegzug nach Berlin im Jahre 2004 mit hohem Engagement tätig und wurde als Ehrenvorsitzende im Begegnungszentrum geehrt. Auch in Berlin war sie anschließend viele Jahre ehrenamtlich bei der Hausaufgabenhilfe der Volkssolidarität und in ihrer Kirchengemeinde aktiv. Sie besuchte gelegentlich Münster und erhielt umgekehrt von Kinderhauser*innen oft Besuche in Berlin, zuletzt im Altenheim an der Bernauer Straße, wo sie nach einem Schlaganfall mehrere Jahre bis zu ihrem Tod lebte.

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Einkaufen trotz des Lockdowns

Das BGZ veröffentlicht einen Einkaufsführer für Kinderhaus

Auch während des Lockdowns bleiben viele Geschäfte geöffnet und versuchen, ihr Angebot in der einen oder anderen Form aufrechtzuerhalten. Das Begegnungszentrum Kinderhaus möchte dazu beitragen, die lokale Ökonomie hier vor Ort in Kinderhaus zu stärken.
Ehrenamtliche Mitarbeiter/innen des BGZ haben deshalb gemeinsam mit dessen Leiter, Thomas Kollmann, einen Einkaufsführer zusammengestellt, in dem alle Kinderhauser Geschäfte mit ihren Angeboten und ihren Öffnungszeiten (inklusive Heiligabend und Silvester) aufgelistet sind.
Wir stellen diese Liste hier zum Lesen und Herunterladen bereit.

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Frohe Botschaft hinter Glas

Auch das BGZ zeigt Krippenfotos im Fenster

Die Corona-Not macht erfinderisch: Das Heimatmuseum Münster-Kinderhaus bleibt zwar während des Lockdowns geschlossen, seine seit 1986 alljährliche Ausstellung von Weihnachtskrippen aus aller Welt findet aber doch statt.

Vier Weihnachtskrippenfotos im Fenster des Begegnungszentrums Kinderhaus
Kommet, ihr Interessierten. – „Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.“ (Lukas 2, 12)

Walter Schröer, Hobby-Fotograf und stellvertretender Vorsitzender der Bürgervereinigung Kinderhaus, die Trägerin des Heimatmuseums ist, hatte eine gute Idee: Er fotografierte eine Auswahl der Krippen und machte von den Fotos Abzüge im Großformat. Schröer und der erste Vorsitzende der Bürgervereinigung, Dr. Christopher Görlich, konnten die Geschäftsleute rund um den Idenbrockplatz dafür gewinnen, diese Krippenfotos in ihren Schaufenstern zu präsentieren.

Wir beteiligen uns an dieser Aktion und haben vier Krippenfotos hinter die Fensterfront des Begegnungszentrums Kinderhaus am Sprickmannplatz gestellt. Die Fotos zeigen Weihnachtskrippen von den Philippinen, aus Polen, Peru und Kenia.

Das Heimatmuseum Kinderhaus zeigt darüber hinaus Fotos von 200 Weihnachtskrippen aus aller Welt auf seiner Website:
Digitale Krippenausstellung des Heimatmuseums

Die Westfälischen Nachrichten haben in ihrer Ausgabe vom 11. Dezember 2020 einen Artikel über die Weihnachtskrippenfotos im Fenster des Begegnungszentrums Kinderhaus gebracht. Klicken Sie hier.

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Wir trauern um Heinz Funke

Heinz Funke (2.von rechts) starb am 11. November 2020 im Alter von 87 Jahren.
Heinz Funke (2.von rechts) starb am 11. November 2020 im Alter von 87 Jahren.

„Wir trauern um Heinz Funke (2.von rechts), ein treuer Wegbegleiter des Begegnungszentrums und der Mühlig-Stiftung in den letzten mehr als 20 Jahren. Die Beisetzung fand im engsten Kreis statt. Wir sind ihm und der Familie sehr dankbar.“
(Thomas Kollmann, geschäftsführender Leiter des BGZ Kinderhaus)

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„Stadtteilarbeit mit den Working-Class-Heroes“

„Jobcenter Magazin“ berichtet über BGZ

„Stadtteilarbeit mit den Working-Class-Heroes“ – unter diesem Titel berichtet das „Jobcenter Magazin“, das vom Jobcenter Münster herausgeben wird, in seiner Ausgabe vom Oktober 2020 über unsere Arbeit im Begegnungszentrum Kinderhaus und die Erfahrungen mit dem Teilhabechancengesetz.

Wir stellen den Artikel hier zum Lesen und Herunterladen bereit:

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Wir sagen Danke!

Crowdfunding-Projekt „Stadtteilarbeit in Corona-Zeiten“
brachte 4.860 Euro ein

Thomas Kollmann, links, geschäftsführender Leiter des Begegnungszentrums Kinderhaus e.V. sowie dessen 2. Vorsitzender Lothar Esser, rechts, und in der Mitte Flavio Blühdorn und Nanette Voßkuhl von der Volksbank Münsterland Nord bei der Spendenübergabe.
Thomas Kollmann, links, geschäftsführender Leiter des Begegnungszentrums Kinderhaus e.V. sowie dessen 2. Vorsitzender Lothar Esser, rechts, und in der Mitte Flavio Blühdorn und Nanette Voßkuhl von der Volksbank Münsterland Nord bei der Spendenübergabe.

Lothar Esser, 2. Vorsitzender des Begegnungszentrums Kinderhaus e.V., hatte zu seinem 75. Geburtstag auf der Crowdfunding-Plattform „Viele schaffen mehr“ der Volksbank Münsterland Nord zu Spenden für das Begegnungszentrum aufgerufen.
Ziel der Sponsoring-Aktion „Stadtteilarbeit in Corona-Zeiten“ war es, die Arbeit des Begegnungszentrums Kinderhaus auch in diesen schweren Corona-Zeiten abzusichern. Um unsere Angebote in gewohntem Umfang aufrechtzuerhalten, mussten wir z. B. aufwändige Hygienemaßnahmen treffen, die zusätzliche Kosten bedeuteten.

Viele machten mit, und am Ende kamen – auch dank des Co-Funding der Volksbank Münsterland Nord ­– 4.860 Euro zusammen.
Von dem Geld werden wir unter anderem ein Lastenfahrrad kaufen und unsere Ausstattung im Bereich Digitalisierung verbessern.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Spenderinnen und Spendern sowie bei der Volksbank Münsterland Nord für ihre Unterstützung.

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Wir trauern um Irmgard Schrammen

Irmgard Schrammen, Ehrenmitglied des Begegnungszentrums Kinderhaus e. V., ist tot. Sie starb am 17. Oktober 2020 im Alter von 91 Jahren.

Irmgard Schrammen starb am 17. Oktober 2020 im Alter von 91 Jahren. Sie war Ehrenmitglied und fast zwanzig Jahre lang im Vorstand des Begegnungszentrums Kinderhaus.
Irmgard Schrammen starb am 17. Oktober 2020 im Alter von 91 Jahren. Sie war Ehrenmitglied und fast zwanzig Jahre lang im Vorstand des Begegnungszentrums Kinderhaus.

Irmgard Schrammen hat die Arbeit unseres Begegnungszentrums entscheidend mitgestaltet und geprägt: Bis 2008 wirkte sie fast zwanzig Jahre lang als Vorstandsmitglied des Vereins. Sie war lange Jahre in der Mieterinitiative Kinderhaus aktiv und gründete unser Projekt „Grünschleife“ sowie den internationalen Kleingärtnerverein „Grabeland“ mit.
2004 zeichnete die Stadt Münster Irmgard Schrammen mit der „Münster-Nadel“ für ihren vorbildlichen bürgerschaftlichen Einsatz aus.

Die Nachricht vom Tode Irmgard Schrammens hat uns tief getroffen. Dem Verein, sehr vielen Menschen im Stadtteil Kinderhaus und in Münster wird sie immer in guter Erinnerung bleiben. Irmgard Schrammen hat sich stets dafür eingesetzt, die Lebens- und Wohnsituation der Menschen hier in der „Schleife“ zu verbessern. Ihr Beispiel bleibt uns Vorbild und Ansporn.

Wir wünschen ihrer Familie und ihren Angehörigen viel Kraft in dieser Zeit des Abschiednehmens.

Nachruf der Westfälischen Nachrichten vom 22. Oktober 2020 auf Irmgard Schrammen, Ehrenmitglied und fast zwanzig Jahre lang im Vorstand des Begegnungszentrums Kinderhaus
Nachruf der Westfälischen Nachrichten vom 22. Oktober 2020 auf Irmgard Schrammen

Die Trauerfeier und Beisetzung findet am 06. November 2020 ab 14:00 Uhr in der Kinderhauser Friedhofskapelle (Pastorsesch 25, 48159 Münster) statt.

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„Gitter im Auge“

Khadija Batti zeigt ihre Gemälde im Begegnungszentrum Kinderhaus

„Gitter im Auge“, gibt man diese drei Worte in Google ein, verweist die Suchmaschine auf Seiten, die sich mit dem Sehen beschäftigen, genau gesagt, mit Sehdefekten wie Makula-Degeneration und andere Erkrankungen der Netzhaut. Noch führt kein einziger dieser Links zur Kunst.
„Gitter im Auge“, diesen Titel hat die Malerin Khadija Batti ihrer Gemäldeserie gegeben, die sie zurzeit im Begegnungszentrum Kinderhaus am Sprickmannplatz ausstellt. Augenerkrankungen hatte sie dabei nicht im Sinn. Auf den Titel kam sie, als ein Betrachter sie darauf hinwies, dass er Quadrate in ihren Bildern erkennen könne, die sich im Auge zu einer Art Gitter zusammensetzten.
„Dies ist tatsächlich die einzige und erste Bilderserie, die durch einen Titel entstanden ist“, sagt die Künstlerin. „Der Prozess des Malens wurde durch diesen Titel gestartet, der irgendetwas in meinem Kopf freigesetzt hat. Normalerweise aber male ich so nicht: Ich möchte keine Vorgaben, keinen Druck. Ich muss frei und gelöst sein von äußeren Gegebenheiten.“ – Khadija Battis Künstlerinnenherz schlägt für die abstrakte Malerei.

Thomas Kollmann, Geschäftsführer des Begegnungszentrums Kinderhaus, und die Malerin Khadija Batti vor zwei Gemälden der Künstlerin.
Thomas Kollmann, Geschäftsführer des Begegnungszentrums Kinderhaus, begrüßt die Künstlerin Khadija Batti zu ihrer Ausstellung.

1987 kommt die damals fünfjährige Kurdin mit ihren Eltern aus Syrien nach Münster. Sie wächst in Kinderhaus auf. Schon als Schülerin beginnt sie mit dem Malen, zunächst gegenständlich, realistisch. „Aber das Realistische liegt mir nicht“, sagt sie. Eine Kunstlehrerin ermutigt sie, sich vom Gegenständlichen zu lösen: „Khadija, du hast ein Auge für Farben.“
Am Gymnasium möchte sie einen Leistungskurs Kunst belegen, doch ein solcher wird in ihrem Jahrgang nicht angeboten. Nach der Schule macht sie eine Lehre zur Hotelfachfrau, studiert angewandte Psychologie in den Niederlanden, engagiert sich in der Flüchtlingsarbeit, ist als Dolmetscherin tätig, als Bildungsbegleiterin und zurzeit im Einzelcoaching.
Und die Kunst? – „Damit habe ich nach der Schule aufgehört.“
2016 stirbt ihr Vater. Dieser Schicksalsschlag bringt sie zurück zur Malerei. Das erste Bild komponiert sie aus den Farben des Lieblingspullovers ihres Vaters: Bordeauxrot und Grau. Komponiert ist eigentlich das falsche Wort. Denn, wenn Khadija Batti malt, folgt sie keinen Ordnungs- oder Kompositionsprinzipien. Ihre Malerei ist Gefühls-, keine Kopfsache.
„Ich arbeite wie im Rausch, wie in Trance, intuitiv, stundenlang. Malen ist ein Prozess. Jedes Bild hat seinen Anfang, seine Mittel- und seine Endzeit.“
Sie gibt ihren Werken keine Titel, denn sie möchte den Betrachter nicht beeinflussen. Was der Betrachter in dem jeweiligen Bild sieht, ist allein seine Sache. Khadija Batti vergleicht diesen Vorgang mit dem Lesen aus dem Kaffeesatz am Boden einer ausgetrunkenen Tasse arabischen Mokkas. Gesichter können daraus aufsteigen, Figuren, oder eben Quadrate, die sich zu Gittern formen.

Die Künstlerin Khadija Batti im Schneidersitz vor ihren Gemälden.
Khadija Battis Künstlerinnenherz schlägt für die abstrakte Malerei.

Die Ausstellung „Gitter im Kopf“ mit Gemälden von Khadija Batti kann während der Öffnungszeiten des Begegnungszentrums Kinderhaus am Sprickmannplatz besucht werden. Wir bitten darum, dabei die Corona-Regeln zu beachten.
Das Begegnungszentrum Kinderhaus ist montags bis freitags von 9:00 bis 16:00 Uhr geöffnet.

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Tagesausflug nach Enschede

Bei den jungen Herren, die hier auf den Stufen zur Kirche „Sint-Jacobus de Meerderekerk“ am Alten Markt in Enschede fürs Foto posieren, handelt es sich um die Jungengruppe unseres Jugendsalons, die am Wochenende einen Tagesausflug mit dem Zug in die Niederlande gemacht hat. Auch wenn nicht alle auf dem Foto eine Maske tragen, die Corona-Regeln haben sie bei allem Spaß strikt eingehalten.

Die Jungengruppe des Jugendsalons des Begegnungszentrums Kinderhaus vor der Kirche am Alten Markt in Enschede.
Jungengruppe des Jugendsalons des BGZ Kinderhaus in Enschede.

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